Mentoring-Netzwerke für Frauen:

Seminar: Wo will ich hin? „Sign up! Careerbuilding“

Die Max-Planck-Gesellschaft hat mit der Organisation „EAF Berlin. Diversity in Leadership“ – einem Netzwerk zur Beratung von Institutionen in Wirtschaft und Politik bei der Förderung von Chancengleichheit, Vielfalt und Work-Life-Balance - das Programm „Sign up! Careerbuilding“ entwickelt. Nach fünf erfolgreichen Zyklen startete im Herbst 2018 eine 6. Auflage des Programms, das sich an exzellente weibliche Postdocs aus Max-Planck-Instituten wendet, die in einem kompetitiven Verfahren ausgewählt werden.

Sign up! umfasst drei Module (ab Januar 2019 bis Mitte 2020). Die Postdoktorandinnen sollen durch Training von Führungskompetenzen und Vermittlung von Wissen auf Führungsaufgaben in der Wissenschaft vorbereitet und durch ein explizit karriereorientiertes Netzwerk gestärkt werden. Ziel ist es, sie in ihrer Orientierungsphase zur wissenschaftlichen Laufbahn zu fördern, zu motivieren und die individuelle Karriereplanung zu unterstützen. Es sollen Handlungsstrategien für den beruflichen Aufstieg aufgezeigt werden, um auf Leitungspositionen in Wissenschaft und Forschung vorzubereiten.

Eine Teilnahme ist nur nach Empfehlung möglich: Nach der Ausschreibung schlagen Direktorinnen und Direktoren von Max-Planck-Instituten geeignete Kandidatinnen per Empfehlungsschreiben vor.


Minerva FemmeNet – Mentoring und Training

Um junge Wissenschaftlerinnen auf ihrem Weg in Leitungspositionen in der Wissenschaft zu unterstützen, werden sie durch Fort- und Weiterbildungsangebote, durch Veranstaltungen, die eine Netzwerkbildung unterstützen, und durch Mentorinnen und Mentoren, die auf allen Karrierestufen als Ratgeber zur Verfügung stehen, bestmöglich auf Leitungspositionen in der Wissenschaft vorbereitet.

Dabei ist das seit 2001 bestehende Mentoring-Programm der Max-Planck-Gesellschaft Minerva FemmeNet für Nachwuchswissenschaftlerinnen hilfreich, welches 2009 fest institutionalisiert und weiterentwickelt wurde. Das Netzwerk steht (Nachwuchs-) Wissenschaftlerinnen – von der Diplomandin bis zur Juniorprofessorin – aller Sektionen und Institute der Max-Planck-Gesellschaft sowie den Alumnae offen.

http://www.minerva-femmenet.mpg.de


Karriereförderung für Frauen in der Forschung:

Für besonders hochkarätige Wissenschaftlerinnen hat die Max-Planck-Gesellschaft das Lise-Meitner-Exzellenzprogramm geschaffen. Seit 2018 können pro Jahr jeweils bis zu zehn Lise-Meitner-Gruppen eingerichtet werden, um außergewöhnlich qualifizierte Wissenschaftlerinnen zu gewinnen und gezielt zu fördern. Hier findet, in enger Rückkoppelung mit interessierten Max-Planck-Instituten, ein mehrstufiger, kompetitiver Auswahlprozess statt. Die Lise-Meitner-Gruppen werden für ihre gesamte Laufzeit von fünf Jahren mit eigenen Ressourcen ausgestattet. Jede Wissenschaftlerin, die im Rahmen des Lise-Meitner-Exzellenzprogramms ausgewählt wird, erhält das Angebot, an einem Tenure-Track-Verfahren teilzunehmen, das nach einem positiven Votum der Tenure-Kommission zu einer dauerhaften W2-Stelle mit Gruppenausstattung führt. Mehr noch: Mit dem Lise-Meitner-Exzellenzprogramm spricht die Max-Planck-Gesellschaft die künftigen Stars eines Forschungsfeldes an – in einem sehr frühen Stadium ihrer Wissenschaftskarriere. Wer sich hier durchsetzt, wird in den Pool „direktorabler“ Kandidatinnen und Kandidaten aufgenommen und hat damit anschließend auch die Chance, Direktorin an einem Max-Planck-Institut zu werden. (https://www.mpg.de/lise-meitner-exzellenzprogramm)

Elisabeth-Schiemann-Kolleg:

Auch das Elisabeth-Schiemann-Kolleg will Frauen helfen, sich erfolgreich in der Wissenschaft zu etablieren. Es richtet sich jedoch ausschließlich an exzellente Wissenschaftlerinnen der Max-Planck-Gesellschaft mit eigener Forschungserfahrung im Bereich Chemie, Physik, Mathematik, Computerwissenschaft oder in einer technischen Disziplin. Im Idealfall befinden sie sich am Ende der Postdoc-Phase, betreuen als Gruppenleiterin bereits Doktoranden oder sind als Juniorprofessorin auf dem Weg zur Habilitation. Die wesentlichen Programmbausteine sind Mentoring und Netzwerkbildung, wissenschaftlicher Austausch und regelmäßige Plenartreffen. Mentoring als Weitergabe von Wissen und Erfahrung erfolgt in Form von One-to-One-Mentoring (Tandembildung) und/oder als Gruppen-Mentoring.

Alle o.g. Förderprogramme sind inzwischen fester Bestandteil gleichstellungsorientierter Forschungspolitik innerhalb der MPG.